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Freitag, 9. Mai 2008
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stars and stripes

Beim 13. Salzburger Jazz-Herbst ist der amerikanische Jazz live und im Film besonders stark vertreten. Und während des Festivals, am 4. November, wird sich jenes Land, in dem der Jazz vor mehr als 100 Jahren  entstanden ist, bei der US-Präsidentenwahl politisch neu positionieren. Das Motto des diesjährigen Festivals lehnt sich an den Titel des Marsches »The Stars And Stripes Forever« an, den John Philip Sousa 1897 komponiert hat. Dieser Marsch ist für die Amerikaner ein Stück nationaler musikalischer Identität, vergleichbar der Bedeutung des Strauß'schen »Radetzkymarsch« für die Österreicher.

Die Marching Bands haben ja den archaischen Jazz geprägt. Ein solches Ensemble, auch Brass Band genannt, bestand aus mehreren Blechbläsern und Schlagzeugern. Die Klarinette sorgte für zusätzliche musikalische Farbe. Wichtige Ensembles im Süden der USA waren die Excelsior Brass Band mit Lorenzo Tio Sr., die Lorenzo Brass Band mit Lorenzo Tio Jr., Oscar Celestins Tuxedo Brass Band und die ersten Formationen des Trompeters Buddy Bolden aus New Orleans.

An vier aufeinanderfolgenden Tagen zeigen wir am Frühnachmittag die mit Jugendlichen für ein junges Publikum produzierte Filmserie Wynton Marsalis On Music. Darin gibt der Trompeter und Chef von Jazz At Lincoln Center, assistiert vom Dirigenten Seiji Ozawa und vom Cellisten Yo-Yo Ma, eine populäre Einführung in die Welt der Musik. Die erste Folge »Sousa To Satchmo« befasst sich mit der Entstehung des Jazz, indem sie die Transformation der amerikanischen Marschmusik, personifiziert in John Philip Sousa, zu jener Musik schildert, für die Louis »Satchmo« Armstrong zur weltweiten Identifikationsfigur wurde.

Die Konzerte von Spitzenvertretern des österreichischen Jazz, einmal mehr kuratiert von Prof. Klaus Schulz, sind auch 2008 ein  unverzichtbarer Teil des opulenten Festivalprogramms. Mit mehr als 80 % des Gesamtbudgets kommt ein überproportional hoher Anteil aus dem Kartenerlös, von Sponsoren aus der Wirtschaft und privaten Mäzenen. Der Dank des Veranstalters gilt daher dem ständig wachsenden Publikum und allen anderen, die den 13. Salzburger Jazz-Herbst wirtschaftlich ermöglichen. Das vorliegende Programm ist nur realisierbar, weil der Publikumszuspruch in den letzten Jahren permanent gestiegen ist, was wiederum neue Sponsoren zur Unterstützung des elegantesten Jazzfestivals Europas ermutigt hat.

Der Erfolg ist uns Verpflichtung, den eingeschlagenen Weg konsequentweiterzugehen – für die Sache des Jazz, für höchste musikalische Qualitätund nicht zuletzt für Salzburg, das mit dem prosperierenden Jazz-Herbst ein in aller Welt wahrnehmbares Zeichen für die musikalische Universalität der Geburtsstadt Mozarts setzt.

  

Viel Vergnügen!



Johannes Kunz

Salzburger Jazz-Herbst VeranstaltungsGmbH. &           

 

 

 
Salzburger Jazz-Herbst & Vienna Entertainment